Einzeldatensatz

Helm, Karl Hermann Georg

* 19.5.1871 Karlsruhe, † 9.9.1960 Marburg
Prof. Dr. phil. – Philologe, Germanist, Professor
Wirken

Studium

  • 1889-1895 Studium der Germanischen Philologie, Vergleichenden Grammatik und Geschichte an den Universitäten Heidelberg, Leipzig und Freiburg im Breisgau

Akademische Qualifikation

  • Herbst 1894 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg mit einer Arbeit zur Rhythmik kurzer Reimpaare des 16. Jahrhunderts
  • 1899 Habilitation an der Universität Gießen mit einer Arbeit über die Literatur der Deutschen Ordensritter

Akademische Vita

  • Gießen, Universität · außerordentlicher Professor · 1904-1919
  • Würzburg, Universität · ordentlicher Professor · 1919-1920
  • Frankfurt am Main, Universität · ordentlicher Professor · 1920-1921
  • Marburg, Universität · Philosophische Fakultät · Ältere Germanistik, Volkskunde und Religionsgeschichte · ordentlicher Professor · 1921-1936

Akademische Ämter

  • 1929/30 Rektor der Universität Marburg
  • 1931/32 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg

Mitgliedschaften

  • 1959 Ehrenmitglied der Modern Language Association of America

Werdegang

  • Besuch von Vorschule und Gymnasium in Karlsruhe, dort im Sommer 1889 Abitur
  • 1889-1895 Studium der Germanischen Philologie, Vergleichenden Grammatik und Geschichte an den Universitäten Heidelberg, Leipzig und Freiburg im Breisgau
  • März 1894 Staatsexamen in den Fächern Deutsch, Geschichte, Geografie und Philosophie in Karlsruhe
  • anschließend Volontär am Gymnasium in Heidelberg
  • 20.11.1894 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg
  • ab März 1895 Volontär bei der Universitätsbibliothek in Heidelberg
  • Ostern 1896-1.1.1897 Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der Universitätsbibliothek Heidelberg, anschließend Privatlehrer
  • 9.2.1899 Habilitation an der Universität Gießen
  • ab 1899 Privatdozent an der Universität Gießen
  • 9.3.1904 Ernennung zum außerordentlichen Professor für deutsche Philologie der Universität Gießen
  • 15.8.1919 Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Würzburg
  • 1920 Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Frankfurt am Main
  • 1921 Ernennung zum ordentlichen Professor für Ältere Germanistik, Volkskunde und Religionsgeschichte und Direktor des Germanistischen Seminars an der Universität Marburg
  • 1929/30 Rektor der Universität Marburg
  • Sommersemester 1930 stellvertretender Leiter des Instituts für Grenz- und Auslandsdeutschtum
  • 1931/32 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg
  • 11.1933 Unterzeichner des Bekenntnisses der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat
  • seit 1933 Mitglied der Nationalsozialistischen Kulturgemeinde in Marburg
  • bis 15.6.1936 Mitglied der Bibliotheks-Kommission der Universität Marburg
  • 1.10.1936 Emeritierung
  • 1943 Verleihung des Brüder-Grimm-Preises der Universität Marburg
  • bis 1958 Vorlesungstätigkeit an der Universität Marburg
  • 1959 Ehrenmitglied der Modern Language Association of America

Netzwerk

  • Braune, Hermann* Otto Theodor Paul <Lehrer>, GND, 1846-1921, Mediävist, Sprachwissenschaftler
  • Braune, Theodor Wilhelm* <Lehrer>, GND, 1850-1926, Mediävist
  • Behagel, Wilhelm Maximilian Otto* <Lehrer>, GND, 1854-1936, Germanist

Funktion

  • Marburg, Universität, Rektor, 1929/30
Familie

Vater

Helm, Karl, 1825–1899, badischer Geheimrat, Direktor der Staats- und Eisenbahn-Schuldentilgungskasse, Sohn des Johann Philipp Helm, Schulmeister in Neckarwimmersbach, und der Eva Katharina Jakob

Mutter

Volz, Anna, 1830–1879, Tochter des Robert Wilhelm Volz, GND, 1806–1882, Dr. med., Obermedizinalrat in Karlsruhe, und der Pauline Sophie Zandt

Nachweise

Literatur

Bildquelle

Universitätsarchiv Marburg, Bildersammlung

Zitierweise
„Helm, Karl Hermann Georg“, in: Professorenkatalog der Philipps-Universität Marburg <https://professorenkatalog.online.uni-marburg.de/de/pkat/idrec?id=16858> (Stand: 1.3.2024)